Gedenkdienst
Sozialdienst
Friedensdienst

Landesreferat Burgenland - auslandsdienst.at
Landesreferat Kärnten - auslandsdienst.at
Landesreferat Niederösterreich - auslandsdienst.at
Landesreferat Oberösterreich - auslandsdienst.at
Landesreferat Salzburg - auslandsdienst.at
Landesreferat Burgenland - auslandsdienst.at
Landesreferat Tirol - auslandsdienst.at
Landesreferat Burgenland - auslandsdienst.at
Landesreferat Wien - auslandsdienst.at

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

 
 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b Zivildienstgesetz

auslandsdienst.at - Verein für Dienste im Ausland nach § 12b ZivildienstgesetzAdolf BURGER, Autor des Buches „Des Teufels Werkstatt“


Der Kommunist und Jude Adolf Burger wurde im August 1943 verhaftet und in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Als gelernter Buchdrucker wurde er gemeinsam mit anderen jüdischen Häftlingen im April 1944 ins KZ Sachsenhausen gebracht, wo er in Baracke 18 und 19 in der geheimen Fälscherwerkstatt tätig war. Neben englischen Pfund-Noten wurden hier auch Briefmarken und Pässe gefälscht. Als im Frühjahr 1945 die Rote Armee näher rückte, wurden Burger und seine Kameraden mit der Bahn ins oberösterreichische Salzkammergut gebracht, wohin auch die Druckerei-Anlage und die wasserdicht in Kisten verpackten Fälschungen transportiert wurden, die zu Kriegsende im nahegelegenen Toplitzsee versenkt wurden. Burger war sowohl bei der Bergungsaktion 1961 als auch bei der vor kurzem beendeten Suchaktion des amerikanischen Senders CBS am Toplitzsee als Berater tätig.

Adolf Burger zeigte in seinem Vortrag den 1988 in der DDR gedrehten Film „Operation Bernhard“, in der die Geschichte der Fälscherwerkstatt im KZ Sachsenhausen nachgezeichnet wurde. In der darauf folgenden Diskussion wurde die Frage gestellt, warum auch Briefmarken gefälscht wurden (so wurde etwa eine Briefmarke mit einem Stalin-Portrait anstelle der englischen Königin in Umlauf gebracht), die im Gegensatz zu den englischen Pfundnoten keine Devisen einbringen konnten. Burger erklärte, daß dies eine Reaktion auf eine vorangegangenen Aktion der Engländer war, die gefälschte Briefmarken über Deutschland abwarfen, um damit in der Bevölkerung Verwirrung zu stiften.

Eine andere Frage aus dem Publikum betraf das nicht immer reibungslose Verhältnis der verschiedenen Gruppen von Verfolgten des Nationalsozialismus zueinander. Burger meinte in diesem Zusammenhang, daß die Vermittlung der unterschiedlichen Erfahrungen von Verfolgung während der NS-Zeit an die nachfolgenden Generationen wichtiger sei, als der Austausch zwischen den einzelnen Opfergruppen.

 

[back to top]

zurück zur Braunau-Seminar-Seite

 

 

hauptseite | hot news | presse | briefarchiv | details | jahrgang | seminare | braunau | sitemap | einführung? | sign up | kontakt | statistik | links

auslandsdienst.at
Verein für Dienste im Ausland nach §12b Zivildienstgesetz
Hutterweg 6 - 6020 Innsbruck, Austria.

email: contact@auslandsdienst.at
Kontonummer: 08.210.007 BLZ 32.000