Seminar
Wien 06/2000
Wie schon im
Dezember letzten Jahres trafen sich auch heuer vom 9-11. Juni diesmal
ca. 70 Interessenten des Vereines im Café Gentz und in weiterer
Folge im Kolpinghaus. Der inhaltliche Schwerpunkt des Seminars lag
diesmal auf der Öffentlichkeits- und Pressearbeit.
Im Vorfeld fanden
Gespräche der Referenten mit Erhard Stackl beim Standard statt.
Das, in diesen Gesprächen weitergegebene Know How der PR-Arbeit
und diskutierte Perspektiven für den Verein sollten für das Seminar
die Grundlage bilden und weitervermittelt werden. Nebenbei fand
sich genügend Zeit um ausführliche Kennenlern-, Informations- und
Auswahlgespräche
zu führen. Freitag
Abend finden sich um 19:00 die Interessenten im Café Gentz ein.
Bei der Eröffnungsrede Andreas Maislingers wird vor allem auch auf
die politische Situation eingegangen. Der Gedenkdienst scheint demnach
gesichert zu sein. Sozial und Friedensdienst bleiben noch unklar,
jedoch auch für deren Finanzierung zeigt sich Dr. Maislinger optimistisch.
Clemens Hlauschek, Mario Böhm und Andreas Maislinger erörtern anschließend
grundlegende Vereinsstrukturen und stellen das Seminarprogramm vor.
Ingo Derschmid schießt einige Fotos und ist auch damit beschäftigt
an diesem heißen Tag viele Getränke zu servieren. Zweifel werden
laut, ob man zu dieser Jahreszeit das Seminar vielleicht nicht besser
außerhalb von Wien veranstalten sollte. Der Luftwechsel lässt zu
wünschen übrig, bei der Anzahl der Leute im Café.
Anschließend
teilen sich die verschiedenen Gruppen auf und z.B. werden die Neuinteressenten
ausführlich informiert. Die Anwesenheit wird überprüft.
Der Samstag
beginnt mit einem interessanten Vortrag Hr. Spendlingwimmers der
über seine Sozialarbeit in Costa Rica berichtet. Im Anschluss daran,
haben Sozialdienstinteressenten und hier vor allem jene die vorhaben
ihren Dienst bei der geplanten und eingereichten Stelle in Costa
Rica abzuleisten, ausreichend Gelegenheit mit Roland Spendlingwimmer
zu sprechen.
Parallel dazu
finden für Gedenkdiener Gespräche mit Wolfgang Müller einem ehemaligen
Gedenkdiener am Holocaust Memorial Center in Montreal statt. Wolfgang
Müller berichtet über seine Zeit als Gedenkdiener am Holocaust Memorial
Center und erzählt über das Leben in der kanadischen Metropole.
Die Angestellten des Memorial Centers seien sehr nett und zuvorkommend
zu ihm gewesen, es sei ihm gelungen, einen Einblick in die Kultur
der Holocaust-Überlebenden zu erfahren. Auf die Frage eines Interessenten,
ob denn die französische Sprachbeherrschung Vorraussetzung wäre,
sich dort zurechtzufinden, antwortete dieser: "Man kann davon ausgehen,
das jeder in der kanadischen Provinz Englisch versteht, es ungefähr
70 % der Leute sprechen. Auch wenn man Vorort bei Null beginnt,
beherrscht man die Sprache in etwa einem Monat".
Nach kurzer
Pause stellt Mario Böhm den Leitfaden für Neuinteressenten vor.
Er, Dr. Mais-linger und Clemens Hlauschek erörtern grundlegende
organisatorische und notwendige strukturelle Vorgangsweisen den
Verein betreffend. Immer wieder wird gleich einem Epipher die Notwendigkeit
einer professionellen PR-Arbeit betont. Vor allem die notwendige
verstärkte Berichterstattung über den Sozialdienst scheinen zur
gegebenen Situation notwendig, da Aus-landsdienst in der Bevölkerung
immer gleichgesetzt wird mit Gedenkdienst. Wichtig sind hiefür vor
allem die Berichte von bereits aktiven Auslandsdienern vor Ort.
In der darauf
folgenden Mittagspause werden vor allem Fragen der zukünftigen Webpräsenz
in kleinerem Rahmen besprochen.
Am Nachmittag
gilt es weitere Vorgehensweisen der Mitarbeiterreferate festzulegen.
Es wer-den neue Ideen für die Pressearbeit des Sozialdienstes diskutiert.
Die Wichtigkeit des Korrek-turlesens wird erörtert, um in Zukunft
peinliche Fehler möglichst auszuschließen. Im Nebenraum bespricht
Dr. Maislinger inhaltliche Themen mit den Gedenkdienstinteressenten.
Zur Vorbereitung
auf den Gedenkdienst zählt auch die inhaltliche Vorbereitung. Das
heißt im Klartext, es sind Literatur (fünf Bücher) zu studieren
und Veranstaltungen (im Idealfall 10 oder mehr) zum Holocaust, zum
Judentum oder zur Politik rund um Gedenkdienst und Ver-gangenheitsbewältigung
zu besuchen. Stichprobenartig wurden die Interessenten gefragt,
mit was Sie sich tiefer auseinandergesetzt hätten. "Shalom Amerika"
von Arthur Herzberg ist eine Pflichtlektüre für alle Nordamerika-Gedenkdiener,
um sich "Vorort nicht zu blamieren".
Im Anschluss
daran diskutieren Referatsmitarbeiter untereinander aufgeteilt in
Gruppen der jeweiligen Mitarbeiterreferate mit den Referenten. Neue
mögliche Nachfolger nachzubesetzender Posten melden sich. Um 17:30
besprechen alle PR-Mitarbeiter mit Joachim Riedl von der Zeitschrift
Format weitere wichtige Grundzüge der Öffentlichkeitsarbeit. Der
Tag endet mit Besprechungen und dem Kennenlernen der einzelnen Landesreferate.
Nach dem offiziellem
Ende treffen sich die Landesreferenten mit Dr. Maislinger um vor
al-lem neue Möglichkeiten der Kontaktaufnahme mit Landeshauptleuten
und den jeweiligen Botschaften der Länder in denen wir Stellen anbieten
zu diskutieren. Der neue Folder für Interessenten wird vorgestellt.
Am Sonntags
stehen zwei Punkte auf dem Programm: Die interne Besprechung der
einzelnen Referate, die die Entstehung eines neuen Referats ergibt
- nämlich das Referat für Internationales Marketing, das mit dem
Auffinden von EU-Fördertöpfen betraut wird - sowie die Auswahl der
Kandidaten für den Auslandsdienst.
In der Runde
der Mitarbeiter des Presse-Referates wurde, neben der Vorstellung
des neuen Referenten Fabio Maurer, über die Erfolge der laufenden
Tätigkeiten berichtet und noch nicht ausgenützte Möglichkeiten der
Öffentlichkeitsarbeit vorgestellt.
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