Salzburger Nachrichten
31. Juli 1981
 
 

Kirchenbauer für Auschwitz gesucht

Zum Gedenken an den im Konzentrationslager Auschwitz umgekommenen Märtyrer P. Maximilian Kolbe soll in der nahegelegenen Ortsgemeinde Oswiecim eine Kirche errichtet werden. Der Dechant der Stadt lädt österreichische Katholiken ein, sich am Aufbau dieser Kirche zu beteiligen. Wer für einige Wochen nach Polen kommen will, bereit ist, sich mit P. Maximilian Kolbe auseinanderzusetzen und kräftig zupacken will, ist herzliche willkommen. Für kleinere Gruppen gibt es eine einfache Wohnmöglichkeit im Pfarrhaus, sonst ist an die Unterbringung bei polnischen Familien gedacht.

Der Dechant von Oswiecim, wie die Stadt Auschwitz auch unter österreichischer Herrschaft hieß, kämpft mit seinen Gläubigen seit 1957 um die Errichtung der Maximilian-Kolbe- Gedächtniskirche. Die Gläubigen errichteten ein Kreuz, feierten dort den Gottesdienst, hielten Gebetswachen ab, bestürmten die Behörden mit zahlreichen Gesuchen und erhielten schließlich im Vorjahr nach 23jährigem Kampf die Baugenehmigung.

Kontaktperson für die Kirchenbaueinsätze in Auschwitz ist Andreas Maislinger, 5110 St. Georgen an der Salzach (Tel. 06772/8276 oder 06222/24 31 33).