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Nun da das Gras
gemäht ist
Nun, da das Gras
gemäht ist
und am Haufen zu Erde fault,
von mir gemäht,
von mir zur Fäulnis gehäuft,
daß es, was ich baue, ernähre,
nun, da die Arme müd sind
und das Hocken wohltut
und das Schlafen gerecht wird sein,
fass ich
das golden mit Wein gefüllte Glas
und trinke euch zu,
ihr gerecht müde Gewordnen,
brüderlich trink ich euch zu
in der Freude darob,
daß ihr, sofern ihr ein Auto hättet
und mir begegnetet auf einem Heimweg
irgendwann, anhieltet und,
wie die zwei Unbekannten heut
früget, ob ich heim möchte.
Und ich stiege ein
und bäte euch, bei mir Gast zu sein,
und ich bewirtete euch mit meinem goldenen Wein,
nun, da das Gras gemächt ist.
Georg Rendl, Schriftsteller
und Maler
1903 Zell am See - 1972 St. Georgen bei Salzburg
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