1. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Unerwünschtes Erbe"
Braunau am Inn, Gori, Predappio u.a.
Braunau am Inn, Kultur im Gugg 25. - 27. September 1992


Robert Eiter

Robert Eiter (*1960 in Wels) ist Vorsitzender und Mitbegründer der Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa). Diese unabhängige Initiative bekämpft seit 1984 Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

Weit über Österreich hinaus bekannt wurde der Konflikt um die braunen Flecken von Wels (1988 bis 1997) - worunter Symbole wie eine Waffen-SS-Gedenktafel zu verstehen waren. Die Antifa konnte letztlich die Entfernung der braunen Flecken durchsetzen.

Mittlerweile arbeitet die Stadt Wels mit der Initiative eng zusammen. Regelmäßige Zeitzeugen-Programme an Schulen, ein würdiges Mahnmal für die vertriebenen und ermordeten Welser Juden, die Benennung einer Straße nach Anne Frank sowie die Einrichtung eines Integrationsbüros sind nur einige Resultate dieser Zusammenarbeit.

Auch humanitäre Hilfe leistet die Antifa - unter anderem der Familie des Todesopfers eines neonazistischen Brandanschlages, der 1997 in Wels verübt wurde.

Schließlich hat die Initiative im Jahr 2001 den Anstoß zur Gründung des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und Rechtsextremismus gegeben. Diesem Netzwerk gehören inzwischen 45 politische, kirchliche, kulturelle und humanitäre Organisationen an. Eiter besorgt die Koordination. Außerdem engagiert er sich im Vorstand des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ).

Für ihre Arbeit wurde die Welser Initiative gegen Faschismus mit dem Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung (2000) und mit dem Fritz-Freyschlag-Preis der oberösterreichischen Sozialpartner (2004) ausgezeichnet.


Übernommen von: Wikipedia
 
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