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10.
Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Verzerrte Wahrnehmung"
Bild und Realität der Roma und Sinti im 20. Jahrhundert
Braunau am Inn, Kultur im Gugg 28.- 30. September 2001
Roma-Politik
Seit mehr als 325
Jahren leben Roma und Sinti im heutigen Österreich. Im Lauf ihrer
1000-jährigen Geschichte war ihr Weg gekennzeichnet von Verfolgung,
Ausgrenzung und Ermordung.
Die größte
Ermordung fand unter dem nationalsozialistischen Regime statt. 500.000
Menschen, vom Säugling bis zum Greis wurden fabriksmäßig
ermordet.
Die Ausgrenzung
und Diskriminierung fand nach 1945 für die wenigen Überlebenden
eine Fortsetzung. Dadurch fanden sie einen zu geringen Zugang zur Gesellschaft
und Bildung.
Wir sind Bürger
dieses Landes mit allen Rechten und Pflichten. Dies erreichten wir durch
die gesetzliche Anerkennung vom 23. Dezember 1993 als 6. Österreichische
Volksgruppe. Weiteren Schutz geniesen wir durch die Staatszielbestimmung
vom 1. August 2000. Wir sind keine "Nomaden" oder "Ein
fahrendes Volk".
Wir sind Österreicher mit einem ständigen Wohnsitz, wir sind
ein Teil der österreichischen Bevölkerung. Darüber möchte
ich mit Ihnen bei den Braunauer Zeitgeschichte-Tagen diskutieren. Ich
stehe gerne für jede Frage zur Verfügung.
Rudolf Sarközi
Obmann des Kulturvereins österreichischer Roma
Vorsitzender des Volksgruppenbeirates der Roma
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