DIE FURCHE
9. Oktober 2003

Parallele Leben

Drei Orte – Braunau am Inn, Broumov/ Braunau in Böhmen, Lavarone im Trentino: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts in einem Staat liegend, danach den Wandlungen und Katastrophen der Jahrhundertgeschichte ausgesetzt – Erster Weltkrieg, NS-Herrschaft, Vertreibung, Kommunismus, Wende… Mit dem Beitritt Tschechiens werden ab 2004 alle drei Orte in der EU liegen. Das Dossier geht – anlässlich der Braunauer Zeitgeschichte-Tage 2003 (www.hrb.at/bzt) – Aspekten der „parallelen Leben“ dieser Orte in den letzten 100 Jahren nach, darunter der Frage, wie mit der Last der Geschichte umgegangen wird.

Redaktion: Veronika Thiel, Otto Friedrich


Ironie der Geschichte

In Mitteleuropa haben Nationalismus und Kommunismus reale Verbindungen nachhaltig zerstört. Dennoch ist das Gefühl des „parallelen Lebens“ nicht verloren gegangen.
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Von Emil Brix.


Die Erblast nutzen

Braunau am Inn wird das Stigma, Adolf Hitlers Geburtsstadt zu sein, kaum loswerden. Die Unbill der Geschichte kann dennoch Anstoß zu Aufbruch sein.
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Von Andreas Maislinger.


Politische Giftspucker / Die wollen was zurück

Paralleles Leben: Zwei Interviews gegenübergestellt: Karel Buna lebt bis heute in Broumov, dem tschechischen Braunau; Ernst Birke wurde 1945 aus dem tschechischen Braunauer Ländchen vertrieben.
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Die Gespräche führte Veronika Thiel.


Im Lager – in der Stadt

Braunau am Inn – Lavarone: Der Erste Weltkrieg schafft die Verbindung zwischen der Innviertler Stadt und dem Trentiner Bergdorf Lavarone.
Die Bevölkerung des Ortes wurde zwischen 1915 und 1918 nach Braunau in ein Lager deportiert.
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Von Veronika Thiel.


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