14. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Braunauer Parlament"
Adel, Klerus, Bürger, Bauern 1705 - 2005
Braunau am Inn, Stadttheater 23.- 25. September 2005
Friedrich I. (Preußen)
Friedrich I., König in PreußenGeboren in Königsberg als Sohn Friedrich Wilhelms und Luise Henriette von Oranien wurde Friedrich 1688 nach dem Tod seines Vaters Kurfürst von Brandenburg. Zu dieser Zeit trug er noch den Namen Friedrich III. von Brandenburg. Mit seiner Krönung zum König nannte er sich „Friedrich I.“.
Um die Königswürde zu erlangen, musste er für die Genehmigung einen hohen Preis von 2 Mio. Goldtalern an den deutschen Kaiser und 600.000 an die deutsche Geistlichkeit zahlen. Außerdem durfte er sich nur König "in Preußen", nicht "von Preußen" nennen, weil der ihm unterstehende Teil Preußens (Ostpreußen) exterritorial, also weder Teil des Deutschen Reiches, noch Teil des Königreiches Polen war.
Friedrich beauftragte den Neubau des Berliner Schlosses sowie viele Großbauten in Berlin. Während seiner Regierungszeit wurde die Kurfürstlich-Brandenburgische Societät der Wissenschaften gegründet.
Ab 1677 wurde für ihn Schloss Köpenick umgebaut.
Er hat dreimal geheiratet. Unter seiner Herrschaft kam es zu massiven Finanzskandalen, u.a. um Zwangsfeuerversicherungen für Hausbesitzer, die im Schadensfalls dann nicht ausgezahlt werden konnten. Sein Sohn, der Soldatenkönig, soll kurz nach der Beerdigung jeden Prunk und Pomp verboten, und so einen Exodus von Künstlern und Handwerkern aus Berlin und Preußen verursacht haben.