14. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Braunauer Parlament"
Adel, Klerus, Bürger, Bauern 1705 - 2005
Braunau am Inn, Stadttheater 23.- 25. September 2005

 

Johann Georg III.

Johann Georg III. (* 30. Juni 1647 in Dresden; † 12. September 1691 in Tübingen) war ein Fürst aus dem Hause Wettin (albertinische Linie). Seit 1680 war er Kurfürst von Sachsen.

Er holte sich sofort nach seinem Regierungsantritt die Zustimmung der sächsischen Stände zum Aufbau eines kleinen stehenden Heeres (12 000 Mann) und beteiligte sich damit persönlich an der Schlacht am Kahlenberg bei Wien 1683 gegen die Türken. Johann Sobieski: "Der Kurfürst von Sachsen ist ein redlicher Mann von geradem Herzen.."

Zu seiner Zeit hatte sich das Land wieder weitgehend von den Folgen des Dreißigjährigen Krieges erholt, der Hof bekam wieder europaweite Geltung. 1689 zählte Dresden 21 300 Einwohner, legte seine Provinzialität langsam ab. 1685 vernichtete ein Brand das rechtselbige Dresden, die spätere Neustadt.

1686 holte er aus Venedig die Sängerin Margarita Salicola und brachte sie nach Dresden. Mit ihr begann eine neue Ära der Oper in Sachsen, die vorher von Kastraten bestimmt wurde.

Im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689-91 beteiligte er sich am Reichskrieg gegen Ludwig XIV., zeigte keinerlei Neigung eines Bündnisses mit diesem und "wird sie nie zeigen". Er starb dabei in Tübingen an einer Seuche (Cholera?).


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