14. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Braunauer Parlament"
Adel, Klerus, Bürger, Bauern 1705 - 2005
Braunau am Inn, Stadttheater 23.- 25. September 2005
Freiherr von Taufkirchen
Christian Probst nennt Freiherr von Taufkirchen als einen der Anführer aus dem Gericht Braunau am Inn.
Die Anderen sind der alte Hofbauer von Wuerlach, der rotbartete Schwaiger, der Schienkhueber zu Mitterndorf, der Neuhauser zu Hochburg, der Meindlsberger im Amt Eggelsberg, und der Wirt von Ibm.
Am 29. November 1705 hatten die in Braunau stationierten Offiziere der Landesdefension nach Burghausen geschrieben, und gebeten, dass Kastner Franz Bernhard Freiherr von Prielmayr kommen und Ordnung schaffen sollte. Das gleiche galt für die Zivilverwaltung, weshalb die Offiziere baten, den Pflegskommissär und den Gerichtsschreiber von Braunau aus ihren Ämtern zu entfernen und dafür Freiherrn von Taufkirchen, der ein begüterter Landsasse sei, als Pfleger und Matthias Heitzer, einen verdienten kurbayerischen Zahlamtsoffizier, als Gerichtsschreiber einzusetzen.
Nach der Kapitulation der Aufständischen in Braunau wurde Regierungsrat Freiherr von Taufkirchen am 14. Januar 1706 auf Vorschlag der Gemein zum Stadtkommandanten ernannt. Christian Probst berichtet weiter, dass sich Taufkirchen am 16. Januar 1706 bei der Schlichtung eines Streites als sehr mutig erwies.
Im Untersuchungsbericht der Administration vom 9. August 1706 an Kaiser Joseph I. wird vorgeschlagen, dass Freiherr von Taufkirchen wegen seines unerschrockenen Auftretens gegen die Aufständischen in Burghausen sein Amt wieder erhalten, jedoch zwei Jahre ohne Besoldung dienen soll.