14. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Braunauer Parlament"
Adel, Klerus, Bürger, Bauern 1705 - 2005
Braunau am Inn, Stadttheater 23.- 25. September 2005
Wilhelm III. (England)
Im Französisch-Niederländischen Krieg (1672-1678/79) wehrte er entschlossen und erfolgreich die Truppen des französischen Königs Ludwigs XIV. ab und konnte die Unabhängigkeit des Landes erhalten.
1677 heiratete er Maria Stuart II., Tochter des späteren englischen Königs Jakob II. Infolge der Versuche der Rekatholisierung Englands durch Jakob baten die im englischen Parlament dominierenden Whigs Wilhelm um Hilfe. Mit massiver finanzieller Unterstützung des späteren Papstes Innozenz XI. landete dieser am 5. November 1688 in England. Jakob musste ins französische Exil fliehen (Glorious Revolution).
Nachdem Wilhelm und seine Frau Maria der Declaration of Rights am 22. Januar 1689 zugestimmt hatten, erklärte ihn das Parlament am 13. Februar zusammen mit Maria zum neuen König, nach Marias Tod 1694 regierte er alleine.
Im Pfälzischen Erbfolgekrieg schmiedete er die sogenannte Große Allianz, die 1701 zu Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs erneuert wurde und sich gegen das expandierende Frankreich wandte.
Unter der Regierungszeit Wilhelms gelang es dem englischen Parlament meist gegen den königlichen Widerstand, seine Rechte wesentlich zu erweitern. So wurde beispielsweise die Bill of Rights verabschiedet, die parlamentarische Verantwortlichkeit von Ministern durchgesetzt und auch die Bank von England gegründet.
Wilhelm starb am 19. März 1702 in Hampton Court infolge eines Reitunfalls.
Der Literaturnobelpreisträger und englische Premierminister Winston Churchill hat für Wilhelm III. nur wenige freundliche Worte gefunden. Möglicherweise hat dazu beigetragen, dass seine Vorfahren Sarah und John Churchill, der 1. Herzog von Marlborough, die beide viel zur politischen Stabiliserung Wilhelms III. beigetragen hatten, dafür wenig Dank erhielten: