14. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Braunauer Parlament"
Adel, Klerus, Bürger, Bauern 1705 - 2005
Braunau am Inn, Stadttheater 23.- 25. September 2005

Rupertusblatt  18. September 2005

GESCHICHTE UND GEGENWART

Erzbischof Thun auf Bauernseite

Mit dem „Braunauer Parlament“ beschäftigen sich heuer die „Braunauer Zeitgeschichte-Tage“ vom 23. bis 25. September in Braunau.
Dabei wird auch die Rolle der Bischöfe im Jahr 1705 beleutet.

BRAUNAU. „Lieber bayerisch sterben, als kaiserlich verderben“ war das Motto der bayerischen Volkserhebung gegen die kaiserlich-Österreichische Besatzung in den Jahren 1705/06. Im damals noch bayerischen Braunau versucht ein Parlament mit den vier Ständen Adel, Klerus, Bürger und Bauern die Geschicke des aufständischen Landes zu lenken.
Unter den Akteuren der für den Raum zwischen Salzburg, Passau und München so tragischen Ereignisse vor 300 Jahren hat sich für Andreas Maislinger der damalige Salzburger Erzbischof Johann Ernst Graf von Thun als die positive Figur herausgestellt. Die „Politiker“ des Jahres 1705 nahmen entweder klar gegen die Bauern Stellung oder entzogen sich der Verantwortung. Nur der Salzburger Erzbischof versuchte immer wieder zwischen den Aufständischen und dem Kaiser zu vermitteln. Erzbischof Thun ist es zu verdanken, dass in unserer Gegend die Aufständischen mit dem Leben davon gekommen sind. Konkret hat er sich u.a. für den Sprecher der Bauern-Fraktion im Braunauer Parlament, Andreas Thanner, bei Kaiser Joseph I. mit Erfolg eingesetzt. Der Anführer des Innviertler Aufstandes Johann Georg Meindl wurde später sogar in die Leibgarde des Erzbischofs aufgenommen.

Karl Roithinger

 
 stadt braunau
 hrb
 aktuell
 programm
 ausstellung
 anmeldung
 archiv
 referenten
 sponsoren
 links
 kontakt
 verein
 short info english
 other languages
Seitenanfang