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Wien, 13. Januar 2004
Sehr geehrter Herr Dr. Maislinger, ich bitte zunächst um Entschuldigung, daß ich - feiertagsbedigt! - erst jetzt auf Ihre Anfrage antworte. Anbei einige Grunddaten zu Franz Karl Kupfer, wie ich sie recherchiert habe. Franz Karl Kupfer (Kupffer) wurde 1776 in Leipzig geboren, er war der Bruder des Leipziger Buchhändlers Johann Samuel Kupfer. Zunächst war Kupfer Buchhalter bei den Wiener Verlagsbuchhändlern Camesina & Comp. 1803 erhielt er die Buchhändlerbefugnis von Sebastian Hartl. 1806 wurde Kupfer wegen Nachdrucks einer Broschüre gegen Napoleon zum Tod verurteilt, aber begnadigt. 1807-1817 in Gesellschaft mit Franz Wimmer. Gest. am 6.11.1837 im Allgemeinen Krankenhaus. 1834-1837 in Gesellschaft mit Johann Joseph Singer. Seit 1825 Inventur- und Schätzungskommissär. Wohnadresse: Alsergrund 291 (1837). Adresse der Buchhandlung: Wallnerstraße, "von der Herrengasse hinein in das zweite Gewölb" (1803), Herrengasse 527 (1805), ab 1817 obere Bräunerstrasse 1205 (neu 1137), ab 1834 Wollzeile 869. Archivalien: Akten der Corporation der Wiener Buch-, Kunst- und Musikalienhändler, Wiener Stadt und Landesarchiv, Merkantil- und Wechselgericht fasc. 3 Reihe 1. Literatur: Franz Gräffer: Kleine Wiener Memoiren und Wiener Dosenstücke. In Auswahl herausgegeben, eingeleitet und mit Anmerkungen und alphabetischem Register versehen von Anton Schlossar unter Mitwirkung von Gustav Gugitz. Bd. 1-2. München: Georg Müller 1918. (Denkwürdigkeiten aus Alt=Österreich. XIII). Gustav Gugitz: Alt-Wiener Buchhändler Originale. In: Jahrbuch deutscher Bibliophilen und Bücherfreunde 16/17(1931), S. 44-57. Wegen Friedrich Imanuel Eurich darf ich Sie auf folgendes Buch verweisen: Rudolf M. Henke, Gerhard Winkler: Geschichte des Buchhandels in Linz. Linz: Archiv der Stadt Linz 2002. (Historisches Jahrbuch der Stadt Linz 1999/2000). Sie finden darin S. 157-167 eine ausführliche Darstellung der Firma. Soweit die Informationen zu Kupfer, wie sie die "Topographie" enthält. Wenn
es für Sie interessant ist, könnte ich versuchen, ein Referat über den
Wiener Buchhandel unter Napoleon vorzubereiten. Mit besten Grüßen Ihr Johannes Frimmel |
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