Innsbruck, 7. September 2006

Sehr geehrter Herr Dr. Waitz, 

gestern habe ich Ihr Schreiben betreffend der Palm-Gedenktafel von Manfred Odin Wiesinger erhalten.
Der am 26. August 1806 in Braunau am Inn hingerichtete Nürnberger Buchhändler Johann Philipp Palm war ein Christ.
Werner Forster hat das in seiner Gedenkrede vor dem Palmdenkmal am 26. August 2006 beeindruckend dargelegt.
Sie können die Rede „Freiheit eines Christenmenschen“ hier nachlesen http://www.hrb.at/bzt/doc/aktuell.html

Der Künstler Manfred Odin Wiesinger bezieht sich in seinem Werk auf die vorchristliche Mythologie der Germanen.

Auf der Website www.innviertel.at wird er so vorgestellt:

Atelier Odin
Herr M. Odin Wiesinger

Bildhauer & Maler

Da ich  auch über www.google.de eine Fülle von Belegen für seine Distanz zum christlichen Glauben finden konnte, war und bin ich der Meinung,

dass er nicht der geeignete Künstler für die Gestaltung einer Palm-Gedenktafel ist. Johann Philipp Palm war ein tiefgläubiger Christ. Mit germanischer Mythologie hatte er nichts zu tun. Genau das habe ich in Gesprächen mit Bürgermeister Richard Findl und evangelischen und katholischen Pfarrern zum Ausdruck bringen wollen. Für die von Ihnen verlangte Entschuldigungs- und Unterlassungserklärung sehe ich daher keinen Anlass.

Ich denke, dass ich als gläubiger Christ das Recht habe auf eine notwendige Abgrenzung zum Neuheidentum hinzuweisen.  

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Maislinger

 
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