20. September 2006

Betreff: Palm-Gedenken der Waffenstudenten am 26. August 2006

Sehr geehrter Herr Dr. Maislinger!

Rund um das Gedenken an die Hinrichtung von Johann Philipp Palm, das die national-freiheitlichen Korporationen am Hinrichtungstag in Braunau und Simbach veranstalteten, ist von seiten des Vereines für Zeitgeschichte eine Polemik losgetreten worden, an der Sie lt. Presseberichten maßgeblich beteiligt waren.

Was in dieser Kampagne gegen unsere Veranstaltung im einzelnen an Vorwürfen erhoben wurde, entzieht sich meiner Kenntnis und haben wir Ihrerseits auch keine Nachricht bekommen.

Ich habe mich veranlaßt gesehen, bei meiner Ansprache vor dem Palm-Denkmal auf diese Kampagne, die darauf abzielte, uns national-freiheitlich denkenden Menschen unsere Gedenkveranstaltung zu unterbinden, kurz einzugehen.
Da ich nicht weiß, ob Sie selbst oder Vertreter an unserem Gedenken teilgenommen haben, möchte ich Ihnen den Wortlaut meiner Rede auf diesem Wege zur Kenntnis bringen.

Dies entspricht meinem Verständnis von Fairneß in der weltanschaulichen Auseinandersetzung.

Ich wünsche Ihrer bevorstehenden Veranstaltung einen guten Verlauf und würde mich freuen, wenn diese ebenso von Fairneß und der Anerkennung des Rechtes auf freie Meinung auch für Andersdenkende  (Rosa Luxemburg, Voltaire) getragen werden würde. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie uns Kenntnis geben würden, in welcher Weise Sie auf unsere Veranstaltung eingehen werden.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen!

Herwig Nachtmann

 
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