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15. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Unfreiwilliger Held"
Johann Philipp Palm: Biographie und Rezeption 1806-2006 Braunau am Inn, Kultur im Gugg 22.- 24. September 2006 OÖNachrichten, 23. August 2006 „Palm-Einvernahme" durch Burschenschaft BRAUNAU. "Wenn sich jemand auf Johann Philipp Palm berufen kann, dann sind es Buchhändler, Verleger und gläubige Menschen", sagt Andreas Maislinger. Für andere sei es zu spät, meint der Innsbrucker Politologe und Mitinitiator der Braunauer Zeitgeschichte-Tage. Ihm missfiel es, dass Burschenschaften den nahenden 200. Todestag von Johann Philipp Palm zum Anlass einer Gedenkfeier machten. "Mit voller Wix aufzumarschieren, ist auch keine gute Werbung für Braunau." Johann Philipp Palm war, wie berichtet, am 26. August 1806 auf Befehl Kaiser Napoleons in Braunau hingerichtet worden. Auslöser für das Todesurteil war die Publikation der Schrift "Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung". Wer sie verfasst hatte, ist zwar unbekannt, da sie der Nürnberger Buchhändler Johann Philipp Palm verlegte, hielten sich die Franzosen an ihn. Zu Palms Gedenken startet am Samstag, 26. August, im Bezirksmuseum Herzogsburg in Braunau eine große Ausstellung. Den Eröffnungsvortrag um 19 Uhr hält der Buchhändler und Antiquar i. R. Haymo Liebisch aus Linz. Um den "unfreiwilligen Helden" Johann Philipp Palm drehen sich auch die 15. Braunauer Zeitgeschichte-Tage, die am Freitag, 22. September, um 19.30 Uhr im Kulturhaus Gugg eröffnet werden.
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