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15. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Unfreiwilliger Held"
Johann Philipp Palm: Biographie und Rezeption 1806-2006
Braunau am Inn, Kultur im Gugg 22.- 24. September 2006
Braunauer Rundschau , 14. September 2006
PALM-GEDENKEN /„Geschäftsschädigung“
Heide versus Christ?
Odin Wiesinger klagt
BRAUNAU, SIMBACH / Die Diskussionen rund um die Burschenschafter-Gedenkfeier zu Ehren Johann Philipp Palms am 26. August haben nun ein rechtliches Nachspiel. Der Andorfer Künstler Manfred Odin Wiesinger verlangt von Dr. Andreas Maislinger, dem Leiter der Braunauer Zeitgeschichte-Tage, eine Entschuldigungs- und Unterlassungserklärung.
Burschenschaften spendierten Tafel
Im Mittelpunkt steht jene Tafel mit der Aufschrift „Johann Philipp Palm. Am 26. August 1806 gestorben für die Freiheit“, die bei der Feier an der Palm-Kapelle in Simbach angebracht wurde. Gestaltet hat sie Manfred Odin Wiesinger im Auftrag des burschenschaftlichen Arbeitskreises des FPÖ-Landesparteiobmannes Lutz Weinzinger und des Braunauers Dr. Gerhard Watschinger. Der Künstler wirft dem Politologen Maislinger vor, bei der Stadt Simbach und den Auftraggebern interveniert und damit eine „bewusste Geschäftsschädigung“ betrieben zu haben.
„Vorchristliche Mythologie“
„Ich denke, dass ich als gläubiger Christ das Recht habe, auf eine notwendige Abgrenzung zum Neuheidentum hinzuweisen“, so die Antwort Maislingers. Wiesinger beziehe sich in seinem Werk auf die vorchristliche Mythologie der Germanen. „Ich glaube, dass er nicht der geeignete Künstler für die Gestaltung einer Palm-Gedenktafel ist. Johann Philipp Palm war ein tiefgläubiger Christ. Mit germanischer Mythologie hatte er nichts zu tun. Genau das habe ich in Gesprächen mit (Simbachs Anm.) Bürgermeister Richard Findl und evangelischen und katholischen Pfarrern zum Ausdruck bringen wollen“.
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