16. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Peacemakers Manual"
Egon Ranshofen Wertheimer, 1894 Braunau - 1957 New York
Braunau am Inn, Kultur im Gugg, 28.- 30. September 2007


Tips 25. September 2007


Der Friedensdenker aus Ranshofen

BRAUNAU. Egon Ranshofen-Wertheimer ist Thema der 16. Zeitgeschichte-Tage. Und er ist Namensgeber eines Preises, der erstmals vergeben wird.

Er war Vordenker und Wegbereiter der Vereinten Nationen. Er setzte sich im und nach dem Zweiten Weltkrieg stets für die Wiederherstellung Österreichs ein. Und auch Österreichs rasche Aufnahme in die Vereinten Nationen (im Jahr 1955) ist wohl seinem Engagement zu verdanken. Die Rede ist von Dr. Egon Ranshofen- Wertheimer, dem bedeutenden Journalist, Diplomat und Staatswissenschafter.

Das Leben
Wertheimers Als Egon Wertheimer wurde er 1894 auf dem Gut Ranshofen geboren. Er wurde später Journalist in Hamburg und London, ab 1930 für zehn Jahre Diplomat beim Völkerbund in Genf. 1940 emigrierte Dr. Egon Ranshofen-Wertheimer in die USA, wo er sich mit dem Wiederaufbau und Frieden in Europa – und Österreich – befasste; und das in einer Zeit, als die Nationalsozialisten noch gar nicht besiegt waren. Von 1946 bis zu seiner Pensionierung arbeitete er für die UNO. 1957 verstarb Egon Ranshofen-Wertheimer 63-jährig in New York. Begraben wurde er im Familiengrab auf dem Friedhof von Ranshofen.

Preis an die Trapp-Familie
Bei den heurigen Braunauer Zeitgeschichte-Tagen wird erstmals der Egon-Ranshofen-Wertheimer- Preis vergeben. Der Preis würdigt Auslandsösterreicher, die sich in besonderer Weise für Österreich eingesetzt haben. Die erste Auszeichnung geht an die Familie Trapp.



Wenig Bekanntes bekannter machen

BRAUNAU. Seit 1993 ist der „Verein für Zeitgeschichte“ aktiv. Sein Ziel: Das Geschichtsbewusstsein heben und weniger Bekanntes bekannt machen.

Rund 20 ehrenamtliche Mitglieder, vor allem aus Stadt und Bezirk Braunau, werken im „Verein für Zeitgeschichte“. „Ehrenamtliche Mitarbeiter kann es aber nie genug geben“, meint dazu Mag. Florian Kotanko. Der Braunauer ist Obmann des „Vereins für Zeitgeschichte“ und er weiß: „Ohne ehrenamtliche Mitglieder gäbe es den Verein nicht, seine Aktivitäten fänden nicht statt.“

Nicht vergessen
Aktivitäten wie die Braunauer Zeitgeschichte-Tage, die der Verein seit 1993 jedes Jahr in der Stadt am Inn veranstaltet. Braunaus Bürgermeister Gerhard Skiba meint zu diesen Tagen: „Gerade in Braunau am Inn ist es uns besonders wichtig, die Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.“
Das Heben des Geschichtsbewusstseins sowie das Bekanntmachen des weniger Bekannten sind auch die Ziele des „Vereins für Zeitgeschichte“.

Helfende Hände

Diese Ziele sollen erreicht werden durch eigene Veranstaltungen und durch das Mitwirken an Veranstaltungen, die ähnlichen Zielen dienen. Die „Hochzeit“ im Vereinsjahr ist aber die Veranstaltung der Zeitgeschichte-Tage. „Da ist natürlich jede helfende Hand gefragt“, sagt der Obmann. Der Lohn für die Ehrenamtlichen? „Wissen, Anerkennung und das Gefühl, an etwas Wichtigem mitzuarbeiten“, so Mag. Florian Kotanko. Und: „Selten einmal ein Abendessen.“
> Weitere Information zum Verein auf www.hrb.at/bzt.

 


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