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17. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Faszination Fußball"
Karin Rase Kampfdaten Kampfstatistik "Also man vernehme wieder einmal die Stimme der Kunst! Man gehe zu Sternheim und lerne Tasso - man gehe zu Flechtheim und lerne - das Boxen. Sie wissen nicht, was Boxen mit der Kunst zu tun hat? Aber mein Verehrtester, welche Rückständigkeit." (Alex von Frankenberg, Boxsport und Kunsthandel, in: Der Querschnitt, Bd. 2-3, 1922-23, (Repr. N/L 1970), S. 68.) Karin Rase boxte sich an der FREIEN UNIVERSITÄT BERLIN im Fach Kunstgeschichte durch das Tal der Tränen
(= Phase des Dissertierens!). Mit ihrer Dissertation landete sie einen ihrer spektakulärsten K.o.-Siege. Mit fliegenden
Fäusten spürte sie gar wundervolle Pressezeichnungen, Grafiken, Gemälde und Skulpturen internationaler Künstler und Künstlerinnen
auf: Kunstwerke, die die Helden des Ringgevierts in allen nur denkbaren Haltungen und Posen darstellen. Das Boxen war der
Zuschauersport der Zwanziger Jahre, der den fast nackten männlichen Körper - vergleichbar den Revuetänzerinnen - ins Licht der
Öffentlichkeit rückte! Das begeisterte verständlicherweise auch die Frauen "Und das Ewigweibliche! Auch dieses ist
zur Stelle, teils als kühl blasierte Zuschauerin, weil man ja doch einmal dabei gewesen sein muss, teils begeistert, erregt bis
in die Fußspitzen, lüstern, entflammt für den Schlanken oder den Blonden oder den Starken […]." (Zitat aus "Sport im Bild, 28.
Jg., Nr. 1124. März 1922, S. 391.) Von der Boxkunst gelangte Karin Rase direkt zum SKISPORT IN DER BILDENDEN KUNST: Die WEIßE KUNST geriet bereits im Tal der Tränen in ihr Blickfeld. Zuallererst durch die wichtige deutsche Satirezeitschrift "Simplicissimus" und natürlich durch die Kunst Ernst Ludwig Kirchners. Kirchner (1880-1938) lebte in den Jahren von 1918 bis zu seinem Freitod 1938 in den Bergen (in Frauenkirch bei Davos). Die Kunst des Skifahrens hatte er täglich vor Augen. Mehr zur Kultur des Skisports von Karin Rase: Vom Vergnügen zur Athletik, Der Skisport in der bildenden Kunst", in: Markwart Herzog (Hrsg.), Skilauf - Volkssport - Medienzirkus, Skisport als Kulturphänomen, Irseer Dialoge, Kultur und Wissenschaft interdisziplinär, Bd. 11, Stuttgart 2005, 187-205; "Ski: Sport & Kunst - Leidenschaft - Glamour - Athletik, in: Internationaler Skiverband/Marc Hodler Foundation (Hrsg.), 2. Fis Forum. Skisport in der Bildenden Kunst. Planegg 2006, 28 - 70; "Winter - Sport - Kunst", in: Kunstforum Montafon, Schruns (Hrsg.), Wintersport. 22. Positionen zeitgenössischer Kunst, anlässlich der Ausstellung vom 30.11.2006 bis 14.1.2007, 9-13. Die Kunst des Skifahrens führte die Kunsthistorikerin über Trainingseinheiten an der Schwabenakademie Irsee und auf der Mainau (Symposion und Ausstellung zum SKISPORT IN DER BILDENDEN KUNST) wieder zurück ins Allgäu und damit direkt zur Fußballkunst. Zum Fußball fand sie unter anderem über den deutschen Illustrator Walter Trier (1890-1951). Dieser zeichnete nämlich nicht nur modebewusste Wintersportlerinnen sondern auch Fußballer. Sich selbst bezeichnete Trier, der auch kickte, als "Skifreund bitte, und Fußballenthusiast." Es fragt sich, wie das Fußballspiel zur Kunst kam. Jedenfalls über die "Fußlümmelei"! Oder war das schon Kunst? Aktuell pendelt Karin Rase zwischen der Kunst des Skifahrens, der Fußballkunst und der Kunst der Gegenwart. KR
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