18. Braunauer Zeitgeschichte-Tage „Verkleinerte Welt“
Das Wirtshaus als politischer Ort
Braunau am Inn, Kultur im Gugg, 2.- 4. Oktober 2009


Ooe orf.at Kultur 30. September 2009


18. Braunauer Zeitgeschichte-Tage

Im Wirtshaus wird debattiert, getrunken, gestritten, geraucht und agitiert. Diesem politischen Ort widmen sich ab kommenden Freitag die 18. Braunauer Zeitgeschichte-Tage.

Provinzielle Welt der Wirtshäuser
"Einführung ins Argumentationstraining gegen Stammtischparolen" - heißt ein Seminar um gegen die allzu provinzielle Welt der Wirtshäuser anzugehen. Denn auch wenn laut Leopold Kohr der Ort zum "Akademischen Wirtshaus" gerät und genau diese Kleinheit so wichtig ist, kann diese zu klein und zu eng werden.

Dass Politik seit jeher auch im Wirtshaus stattfindet ist klar: Da wird die Fußballnationalmannschaft genauso debattiert, verdammt oder hochgejubelt wie die großen Fragen der Welt: Klima, Terrorismus oder Globalisierung.

Der Einfluss der Wirte
Manche Wirte haben großen Einfluss und haben gar in die Geschichte eingegriffen: Der Wirt Andreas Hofer der zum Anführer der Freiheitskämpfer wurde.

Der Entwicklung und der Besonderheiten der Institution Wirtshaus - sie ist noch immer vor allem eine Männerwelt - widmen sich von Freitag bis Sonntag kundige Historiker, Journalisten und Politiker mit Primärerfahrung.

Wirtshaus-Buam-Geschichten
Sie sind nämlich Wirtskinder und kennen diese widersprüchliche Welt von Klein an. So wird etwa am Freitagabend auch Alt-Landeshauptmann Josef Ratzenböck, er ist ja ein Wirtssohn, Wirtshaus-Buam-Geschichten aus dem Innviertel erzählen.

Das "Akademische Wirtshaus"
Zum Abschluss der Braunauer Zeitgeschichte Tage 2009 wird man sich am Sonntag um 10.00 Uhr zum Frühschoppen in der Hoftaverne Ranshofen einfinden und über den Innviertler Stammtisch und Leopold Kohrs "Akademisches Wirtshaus" debattieren.


 
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