Tips Braunau 29. September 2010


Zeitgeschichte-Tage: Sechs Visionen für Braunau und der Wunsch zu wiederholen

BRAUNAU. Die Zeitgeschichtetage als Zukunftswerkstatt. Podium und Publikum legten in einer angeregten Diskussion ihre Visionen für die Zukunftder Stadt vor. Sechs Beispiele.

„Der Politiker denkt an die nächsten Wahlen, der Staatsmann an die nächste Generation“, schickte Tagungsleiter Andreas Maislinger einen Spruch von William Gladstone voraus. Dass auch die Bürger im Publikum und die Fachleute auf dem
Podium an die Zukunft denken, bewiesen die zwei Stunden im Kulturhaus Gugg. Den „Visionen für Braunau und Simbach“ widmeten die Zeitgeschichte-Tage den Sonntag, 26. September. Eine Auswahl der Visionen:

> Ballungsraum Braunau-Simbach:
Die Städte Braunau und Simbach wachsen zusammen. Aus doppelten Einrichtungen werden gemeinsame, letzte Grenzen verschwinden. Den Inn überspannt ein Fußgängersteg. Das Umland wird mitgedacht und der Ballungsraum zum Magnet von großer Anziehungskraft.

> Stadt der Gesundheit:
Als „eine eigentlich schon begonnene Vision“ kam das geplante Europaklinikum Braunau-Simbach zur Sprache, die Zusammenarbeit der Rottaler Kreiskrankenhäuser mit dem St. Josef Braunau.
Zudem soll Braunau ein Kompetenzzentrum für Pflege sein.

> Stadt des Wissens:
Die Matura ist nicht Endstation, Braunau bietet die Möglichkeit der weiterführenden Bildung nach Art von Fachhochschule und Universität. Die klugen Köpfe können zum Studieren bleiben - oder kehren nach dem Studium zurück. Braunau ist die Stadt der Forschung,
zum Beispiel im Bereich der Intelligenten Mobilität.

> Stadt der Friedensarbeit: Braunau geht mit dem schwierigen Erbe positiv um. Braunau wird die Stadt der Friedensarbeit
und hier ein Zentrum von weltweiter Bedeutung. Es gibt ein Dokumentationszentrum, ein Haus der Verantwortung und die Weltzentrale des Auslandsdienstes.

> Lebendige Altstadt: Braunau geht mit dem schönen Erbe positiv um. Die Musterstadt der Altstadtpflege kann „diesen wunderschönen Körper“ am Leben erhalten - und mit frischer Luftstärken. Alte Gemäuer erlauben modernes Leben, die Häuser sind voll mit Menschen, die mit Herzblut in der Stadt leben.

> Die Stadt am Inn: Das Naherholungsgebiet ist mit Leben erfüllt, Bürger und Besucher flanieren am Fluss, der Auwald wird zum Englischen Garten und ein Restaurantschiff liegt vor Anker.

> Fazit:
Podium wie Publikumzeigten sich angetan von der ebenso angenehmen wie anregenden Atmosphäre und bilanzierten: „Das sollten wir öfter machen.“

 

 
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