Braunauer Rundschau 30. 9. 1993

Botschafter loben Braunau für große Errungenschaft

Viele Lobesworte fanden die ausländischen Gäste für die Idee, in Braunau Zeitgeschichte-Tage abzuhalten.

BRAUNAU. Außergewöhnlich gut besucht war die Eröffnungsfeier der Veranstaltung im Stadtkino. Die Botschaftsvertreter auc der Ukraine und aus Polen bezeichneten die Zeitgeschichte-Tage als "eine der großen Errungenschaften zwischen Westen und Osten" und als "große humane Angelegenheit". Eine ehemalige Fremdarbeiterin dankte mit berührenden Worten dem wissenschaftlichen Leiter, Dr. Andreas Maislinger, der dafür gesorgt hatte dass aus dem einst "Verbotenen Umgang" nun eine große und legale Wiedersehensfeier mit den früheren Dienstgebern geworden ist.

"Wir möchten mit dieser Veranstaltung einen Beitrag leisten, dass die Gegenwart und Zukunft besser gestaltet werden als die Vergangenheit", ging Bürermeister Gerhard Skiba auf die Motive ein. Und Mag. Florian Kotanko, Obmann des Vereins für Zeitgeschichte, ergänzte: "Ein Ergebnis der Braunauer Zeitgeschichte-Tage soll sein, eigene und oft eingefahrene Haltungen zu überprüfen, gerade im Umgang mit Fremden."

Als in Braunau richtig plaziert sieht Bezirkshauptmann Dr. Bernhard Wolfram die Zeitgeschichte-Tage. Als Ergebnis erwartet sich Wolfram ein Lernen aus der Geschichte, um Fehlentwicklungen vermeiden zu können.

 
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