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Kurier 10. 10. 1993Wiedersehen am Hof in Oberösterreich nach 50 JahrenFrau aus der Ukraine fand einstigen DienstgeberJahrelang forschte eine Ukrainerin nach einem Bauern, bei dem sie im Zweiten Weltkrieg als Frmdarbeiterin gearbeitet hatte. Jetzt - nach 50 Jahren - fand sei ihn in Oberösterreich. "Alles im Ort hat sich verändert. Es ist soviel gebaut worden..." In Gedanken versunken steht Olga Grigorjewna Nesterenko, geborene Kondratjuk, aus der Ukraine vor dem Hof des Österbauern in Hochburg-Ach. Dort hatte sie im Zweiten Weltkrieg als Stalldirn gearbeitet. Für Sohn Sergej, Begleiter auf der Reise in die Vergangenheit, wird Erzähltes plötzlich real. Er geht mit seiner Mutter auf das Feld, wo sie vor 50 Jahren Kühe gehütet hatte, und lernt Bekannte der einstigen Ostarbeiterin kennen. Die Bauersleute Maria und Georg Bernecker - zwischen 1943 und 1945 die Arbeitgeber von Nesterenko - sind bereits gestorben. Doch die Söhne Franz und Georg erinnern sich lebhaft an die Ukrainerin. Was Georg durch einen Dolmetsch überstzen lässt, rührt die Frau zu Tränen: "Du, Olga, warst auch so etwas wie meine Mutter." Am 20. September ist die heute 68jährige aus ihrer Heimatstadt Winniza nach Oberösterreich gekommen. Jahrelanges Forschen nach ihrem Bauern "Bernegi" liegen hinter ihr. In Russisch schrieb sie Briefe nach Österreich. Diese landeten bei Landesregierunge, in Konsulaten, auch an einer Tiroler Universität. Die "Österreichisch-Sowjetische Gesellschaft" in Salzburg leitete ihre Zeilen an den Innsbrucker Politologen Andreas Maislinger weiter, der eine Dokumentation über ehemalige Fremdarbeiter in der "Ostmark" aufgebaut hat, setzte alle Hebel in Bewegung, um den Landwirt zu finden. Die aufwendigen Recherchen führten ihn schließlich nach OÖ. |
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