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20. Braunauer Zeitgeschichte-Tage „Schwieriges Erbe“
19 Jahre nach dem „Unerwünschten Erbe“ 1992
Braunau am Inn, Kultur im Gugg, 23.- 25. September 2011
Zeitgeschichtetage
Betrifft: OÖN-Bericht zu Braunauer Zeitgeschichte-Tagen:
Branko Lustig kam nicht verspätet, sondern kurzfristig um einen Tag früher nach Braunau am Inn. Seit Monaten war seine Ankunft für Samstagnachmittag geplant. Wegen seines großen Interesses an unserer Stadt hat er seine Gastgeber in Mannheim gebeten ihn früher abreisen zu lassen. Vor über 500 vor allem jungen Menschen hatte er auf Einladung der Europäischen Jungakademiker Gesellschaft über den Holocaust gesprochen.
Vor der Eröffnung durch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer konnte er noch Katharina Maurer, Rainer Rosenberg und Petra Herczeg Interviews für „Oberösterreich heute“ und „Menschenbilder“ geben. Der Präsident dieser Gesellschaft war so freundlich ihn bis München zu fahren, von dort wurde er von Taxi Moser abgeholt und zum Gasthof Mayrbräu gebracht.
Am Sonntag besuchte Branko Lustig gemeinsam mit der Schindler-Biographin Erika Rosenberg in Waldkraiburg das Grab von Emilie Schindler. Bei den Braunauer Zeitgeschichte-Tagen drückte der Produzent von „Schindlers Liste“ sein Bedauern darüber aus, dass die Szenen mit Emilie Schindler nicht in den Film aufgenommen werden konnten. Als Würdigung dieser von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern ausgezeichneten Frau legten er und seine Frau Mirjana Rosen auf ihr Grab. Ihr Mann Oskar Schindler ist in Jerusalem begraben.
Branko Lustig kam nicht nur früher nach Braunau, er blieb auch länger als alle anderen Tagungsteilnehmer. Am Montag fuhr ihn der Gedenkdiener Jörg Reitmaier mit einem von
Autohaus Föttinger in Steinbach am Attersee zur Verfügung gestellten Wagen nach Zagreb.
Dr. Andreas Maislinger
Braunauer Zeitgeschichte-Tage
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