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20. Braunauer Zeitgeschichte-Tage „Schwieriges Erbe“
19 Jahre nach dem „Unerwünschten Erbe“ 1992
Braunau am Inn, Kultur im Gugg, 23.- 25. September 2011
Wenn „Adi“ Hitler 1894 ertrunken wäre – Die Legende einer fatalen Lebensrettung
Ein Feature von Joseph Berlinger
Ausschnitt: Interview mit Florian Kotanko
„Die Stadt Braunau unternimmt ziemlich große Anstrengungen, von diesem Image als Hitler-Geburtsstadt wegzukommen oder dem etwas entgegenzusetzen. Wir werden kein Hitler-Museum machen, sicher nicht, sondern wir werden versuchen, schon darzustellen, was war in Braunau, als er hier geboren wurde, was war die NS-Zeit in Braunau, aber wir werden auch versuchen, sozusagen vorwärts Positives für die Zukunft festzumachen oder zu entwickeln.“
Sprecherin: Florian Kotanko, Braunau. Pädagoge, Historiker, Aufklärer.
„Vor dem Geburtshaus ist ein Mahnstein seit 1989, der den Namen Hitler nicht erwähnt, aber der für Frieden, Freiheit und Demokratie und nie wieder Faschismus, Millionen Tote mahnen, auch ohne Erwähnung des Namens Hitlers ein deutliches Signal gibt. Ansonsten gibt es einige sogenannte Stolpersteine, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, die aber im allgemeinen Straßenbild kaum auffallen. Im offiziellen Stadtführer, den Sie im Tourismusverband bekommen, steht etwas über das Geburtshaus drinnen, aber ansonsten würden Sie nichts finden. Auf der Homepage der Gemeinde sehr wohl.“
Sprecherin: Wir mussten einen Kontrapunkt setzen gegen die ständig negative Berichterstattung, sagt Kotanko, also gründete er zusammen mit Kollegen einen Verein für Zeitgeschichte. Einmal im Jahr werden Historiker, Soziologen und Zeitzeugen nach Braunau geladen, um zu diskutieren, z.B. über die Frage, wie gehen historisch belastete Orte mit ihrem schwierigen Erbe um. Unter anderem war Branko Lustig zu Gast, der ehemalige jüdische KZ-Häftling Nummer 3317 und Co-Produzent des Oscar gekrönten Kinofilmes „Schindlers Liste“.
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