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20. Braunauer Zeitgeschichte-Tage „Schwieriges Erbe“
19 Jahre nach dem „Unerwünschten Erbe“ 1992
Braunau am Inn, Kultur im Gugg, 23.- 25. September 2011
"Der Produzent von Schindlers Liste - Branko Lustig".
Gestaltung: Petra Herczeg und Rainer Rosenberg
2011 hat Branko Lustig als 79-Jähriger in Auschwitz seine Bar Mitzwa gefeiert, genau vor der Baracke in der er von den Nazis in seiner Kindheit interniert wurde. Er hat als Filmproduzent unter anderem für "Schindlers Liste" einen Oscar erhalten und hat als US-Amerikaner und gebürtiger Kroate eine Bilderbuchkarriere im Filmbusiness hinter sich. 10 Sprachen spricht der Produzent, manche davon, so sagt er, habe er im KZ gelernt.

Branko Lustig
Nach Absolvierung der Theaterakademie hat ihn ein Job als Schauspieler beim Dreh von "Ich denke oft an Piroschka" mit Liselotte Pulver sein organisatorisches Talent erkennen lassen, und er wurde Regieassistent bei der staatlichen jugoslawischen Jadran-Film. Berufliche Kontakte ließen ihn in die USA übersiedeln, wo er immer wieder mit Steven Spielberg und Ridley Scott arbeitete.
Immer wieder war er durch seine Arbeit mit seiner eigenen Geschichte konfrontiert - nicht nur für Schindlers Liste wurde in Auschwitz gedreht. Aber es sind auch andere Stoffe, die Branko Lustigs Produzentenleben bestimmen: er erhielt für Gladiator einen Oscar, produzierte "The Peacemaker" mit George Clooney und Nicole Kidman oder "Ein gutes Jahr" mit Russel Crowe. Jetzt, berichtet er, hat er ein Filmprojekt über eine ehemals führende kolumbianische Drogenkriminelle.
Branko Lustig geht es nicht um Reichtum sondern um gutes Leben, dass man sich keine Sorgen machen muss über mehr oder weniger übliche Ausgaben, und es sich z.B. leisten kann, sich in einem Teil der Welt aufzuhalten in dem es eher warm ist - zwischen Hollywood und Kroatien zum Beispiel.
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