4. Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Notwendiger Verrat"
Der Fall Franz Jägerstätter (1907-1943)
Braunau am Inn, Kultur im Gugg, 22.- 24. September 199
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Ludwig Baumann

Ludwig Baumann (*13. Dezember 1921 in Hamburg) ist ein bekannter Wehrmachtsdeserteur.

Ludwig Baumann wuchs in Hamburg als Sohn eines Tabakgroßhändlers auf. Als 19jähriger wurde Ludwig Baumann in die Wehrmacht eingezogen.

Als er erkannte, dass es sich um einen verbrecherischen Krieg handelte, desertierte er am 3. Juni 1942 gemeinsam mit seinem Freund Kurt Oldenburg bei Bordeaux.

Bereits am folgenden Tag wurden die beiden Freunde von deutschen Grenzposten gestellt. Obwohl Ludwig Baumann und Kurt Oldenburg bewaffnet waren, vermochten sie es nicht auf die Grenzposten zu schießen.

Ludwig Baumann wurde am 30. Juni 1942 wegen „Fahnenflucht im Felde“ zum Tode verurteilt. Von der Umwandlung der Todesstrafe in eine 12jährige Zuchthausstrafe erfuhr er erst nach Monaten täglicher Todesangst. Er wurde in das Konzentrationslager Esterwegen im Emsland und später in das Wehrmachtsgefängnis Torgau transportiert. Wie viele andere Deserteure wurde Ludwig Baumann in das Bewährungsbataillon 500 an die Ostfront gezwungen. Nach Rückkehr aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft hatte er es in einer Gesellschaft, in der Deserteure noch immer als Feiglinge geächtet wurden, nicht leicht.

1989 gründete Ludwig Baumann mit etwa 40 ehemaligen Wehrmachts-Deserteuren die Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz, um eine Aufhebung der Unrechtsurteile gegen Deserteure, Wehrkraftzersetzer und Selbstverstümmeler durchzusetzen und deren vollständige Rehabilitierung zu erreichen. Als Vorsitzender der Bundesvereinigung wurde Ludwig Baumann bekannt.


Übernommen von: Wikipedia


 
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