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Wiener Zeitung, 19. September 1995 Braunau: Von "Hitler-" zur "Jägerstätter-Stadt"Ortschef hofft auf Imagewechsel"Etwas überspitzt könnte man sagen, Braunau will weg vom Image der 'Hitler-Stadt' und hin zum Image der 'Jägerstätter-Stadt'" - mit diesen Worten kündigte der Braunauer Bürgermeister Gerhard Skiba (S) seine Absicht an, sich auch weiterhin darum zu bemühen, daß in der Stadt ein Brunnen und eine Straße nach dem Innviertler Wehrdienstverweigerer Franz Jägerstätter benannt werden. Ein erster Anlauf dazu im Dezember 1994 scheiterte am mehrheitlichen Nein des Braunauer Gemeinderats. Bei der Abstimmung hatte Bürgermeister Skiba gegen seine eigene Fraktion gestimmt, was aber an dem Beschluß nichts änderte. "Leider war damals der Prozeß der Bewußtseinsbildung im Zusammenhang mit der Bedeutung von Franz Jägerstätter auch in der Bevölkerung noch nicht so weit, ich hoffe, daß sich hier in der Zukunft eine Änderung ergibt", sagte Bürgermeister Skiba am Montag in Linz anläßlich der "4. Braunauer Zeitgeschichte-Tage" vom 22. bis 24. September, die ganz im Zeichen Jägerstätters stehen. |
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