"Heil Bismark
2.!"
(1913)
Nach längerer
Zeit der Zurückgezogenheit trat Schönerer am 18. Oktober 1913 in einer
alldeutschen Veranstaltung in Wien auf, um gewissermaßen sein politisches
Testament zu verkünden.
(...)Die Nationalehre
gebietet uns auch heute, die jetzige Fremdherrschaft abzuwehren. Die
jetzige Fremdherrschaft, die ich bezeichne als die römisch-klerikale,
als die sozialdemokratische, als die jüdische und slawische Vormacht
in unseren Landen. Sie kennen meinen Spruch:
"Ohne Juda,
ohne Rom, wird gebaut Alldeutschlands Dom!"
Ich sagte es
schon oft und wiederhole es auch heute: Besser ist es, im Kampfe für
unsere nationalen Ideale zu erliegen, als in dumpfer Ergebung unter
den Undeutschen dahinzuwandern. Und in diesem Falle ist es ein Wahrwort,
welches da lautet: "Eher wird der Fremde nicht zurück- weichen, ehe
nicht das Fremde in deutschen Landen aus den Herzen und Heimstätten
gewichen sein wird." Daher haben wir den für uns maßgebenden Spruch
gewählt: "Durch Reinheit zur Einheit!"
(...)Österreich
ist auf dem Wege, ein slawischer Staat zu werden, und spätere Geschlechter
werden es niemals begreifen können, wenn sie aus der Geschichte ersehen,
daß die Deutschen und ihre Vertreter wissentlich mitgeholfen haben,
diesen slawischen Staat zu gestalten. Und dies ist um so verbrecherischer,
weil durch diesen slawischen Staat naturgemäß allen Germanen Gefahren
erwachsen, und somit ist es klar, daß diese slawisch-römische Politik
Österreichs sich schließlich gegen das protestantische Deutsche Reich
richten kann und wird.
(...)Österreich
steht heute unter slawischer Vorherrschaft, unter der die Deutschen
bekanntlich unverhältnismäßige Lasten zu tragen haben. Die Deutschen
im großen und ganzen spielen unzweifelhaft eine traurige Rolle, denn
trotz aller Drangsalierungen sind sie regierungstreu geblieben, und
dadurch, daß sie es bleiben, werden sie in völkischer Beziehung zu ihren
eigenen Totengräbern werden.