Braunauer Rundschau 21. September 2000

Hohe Popularität im Ausland erreicht

3 Fragen an Mag. Florian Kotanko
Obmann des Vereins für Zeitgeschichte

Worin sehen Sie persönlich den Zweck der Braunauer Zeitgeschichte-Tage?

Da Braunau der Geburtsort von Adolf Hitler ist, besitzt die Stadt eine negatives Image. Durch die Beschäftigung mit der Vergangenheit soll man sehen, was Braunau noch ist, über dieses negative Image hinaus. Wir beschäftigen uns allerdings nicht nur mit der NS-Zeit, sondern mit dem gesamten 20. Jahrhundert.

Wie wichtig sind die Zeitgeschichte-Tage für Braunau?

Wir erhalten ein positives Medienecho auf der ganzen Welt, vor einiger Zeit war ein Bericht über das Hitler- Haus im ARD-Mittagsmagazin, der Braunau in einem positiven Licht zeigte. Mit Werbemaßnahmen wäre das unfinanzierbar.

Wie beurteilen Sie den Erfolg der letzten Jahre?

Bei den Braunauer Zeitgeschichte-Tagen wurden Themen diskutiert, die man anderswo noch nicht angesprochen hat. Im Rahmen dieser jährlich stattfindenden Veranstaltung kam es weiters zu einer Zusammenführung verschiedener Volksgruppen. Mit geringem finanziellen Aufwand wurde große Popularität im Ausland erreicht.

 
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