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9.
Braunauer Zeitgeschichte-Tage "Getrennte Wege"
Deutsche, Juden, Österreicher, Tschechen im 20. Jahrhundert Braunau am Inn, Kultur im Gugg 22. - 24. September 2000 Veranstalter Wissenschaftliche
Leitung Über Jahrzehnte war das Bild "der Tschechen" in der breiten Öffentlichkeit durch Peter Alexanders "Als Böhmen noch bei Österreich war", Fritz Muliars "Braven Soldaten Schwejk" und den "Prager Frühling" 1968 bestimmt. Später kam Vaclav Havel hinzu. Über die Vertreibung der Sudetendeutschen und der Tatsache, dass alle drei Kommandanten des Konzentrationslagers Theresienstadt (Anton Burger, Karl Rahm, Siegfried Seidl) Österreicher waren, hat man in unserem Land nicht viel gesprochen. Das hat man den Deutschen überlassen. So wurden (Alt-) Österreicher in Böhmen ebenso zu (Sudeten-)Deutschen wie die erwähnten NS-Verbrecher. Die Aufarbeitung der Verbrechen im Verhältnis Deutsche, Juden, Österreicher und Tschechen überlies man der Bundesrepublik Deutschland. Im Fall der Sudetendeutschen besonders dem Freistaat Bayern. Die aktuelle Diskussion um die "Benesch-Dekrete" konzentriert sich wieder nur auf einen Aspekt der "getrennten Wege" von Deutschen, Juden, Österreichern und Tschechen im 20. Jahrhundert. In Braunau am Inn wollen wir versuchen, zu einer Gesamtschau zu finden. Freitag, 22. September 2000
Samstag, 23. September 2000
Sonntag, 24. September 2000
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