Diskussion über Hitlers Geburtshaus

In Braunau wird derzeit über die Nachnutzung des Geburtshauses von Adolf Hitler diskutiert. In dem Gebäude in der Salzburger Vorstadt ist noch bis nächstes Jahr die Lebenshilfe untergebracht.

Diese wird dann aber in einen Neubau ziehen. Ein Haus der Geschichte könnte letztlich Ziel sein.

„Lebenshilfe“ zieht aus

Noch haben die Braunauer Stadtverantwortlichen Zeit. Ab 2010 müsse aber über die Nachnutzung des Hitlerhauses nachgedacht werden, sagte Bürgermeister Gerhard Skiba (SPÖ).

Am liebsten wäre dem Bürgermeister, wenn sich die Besitzerin vom Verkauf des Hauses überzeugen ließe und dann die Republik das Gebäude erwirbt. Verhandlungen habe es aber noch nicht gegeben. Skiba hofft auch auf Unterstützung durch das Land.

„Kauf ist nicht möglich“

Für die Stadt selbst sei ein Kauf aufgrund der angespannten Budgetsituation nicht möglich. Geht der Plan auf, habe man schon Konzepte in der Schublade, die der Braunauer Verein für Zeitgeschichte und auch der Politologe Andreas Maislinger vorgebracht hätten.

Soziale Projekte, aber auch die geschichtliche Aufarbeitung, also etwa Hitlers Zeit in Braunau oder die Befreiung durch die Amerikaner, könnten dabei wesentliche Inhalte einer Dokumentation sein.

Und deshalb gelte: Wie auch immer Hitlers Geburtshaus in Braunau genutzt wird – das Wort Museum sei tabu, sagte Skiba.

ORF.at
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