„Einige verschweigen Braunau“

BRAUNAU, WIEN (höll). „Ich kenne einige Braunauer, die ihren Heimatort verschweigen, um unangenehmen Diskussionen über Hitler zu entgehen. Sie sagen dann, sie kommen aus Oberösterreich oder Salzburg. Das war der Ausgangspunkt für meine Diplomarbeit“, erklärt die 24-jährige Soziologie- und Publizistikstudentin Judith Forster. Die Ranshofnerin will in ihrer Arbeit wissen, wie die Braunauer Bürger damit umgehen, dass Adolf Hitler in ihrer Stadt geboren ist. „Ich will herausfinden, wie sie reagieren, wenn sie von Fremden darauf angesprochen werden, und ob Hitler überhaupt noch ein Thema für sie ist“, so Forster. In Forsters Studie steht die Meinung der Braunauer im Mittelpunkt: „Es wird oft darüber diskutiert, wie die Stadt mit diesem historischen Erbe umgehen soll. In meiner Befragung sollen die Braunauer selbst zu Wort kommen.“ Noch in dieser Woche werden 1000 Fragebögen an zufällig ausgewählte Braunauer geschickt. „Das Ausfüllen dauert zehn bis 15 Minuten und der Fragebogen kann portofrei an mich zurückgeschickt werden“, berichtet die Diplomandin. Die Ergebnisse sollen dann allen Interessierten zugänglich sein: „Auch die Gemeinde ist daran interessiert. Ich werde ihr ein Exemplar meiner Arbeit zur Verfügung stellen.“

Petra Höllbacher
Bezirksrundschau Braunau am Inn
http://www.meinbezirk.at/

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