Flugblatt-Skandal: Bürgermeister wird scharf attackiert

BRAUNAU. Nach einer „Kundgebung gegen Faschismus und Krieg“ am 19. April, bei der auch die Stadtgemeinde Braunau und die örtliche SP als offizielle Partner ausgewiesen wurden, geht es in Braunau rund. Per kursierendem Flugblatt fordert eine „Initiative gegen Kommunismus und Linksextremismus“ mit Sitz in Linz die Bewohner indirekt auf, Bürgermeister Gerhard Skiba im kommenden Jahr abzuwählen.

Skiba habe sich samt örtlicher SP „erstmals offen mit Linksextremisten solidarisiert“. Die Flugblattinitiatoren haben offenbar angekündigt, ihr Schreiben per Postwurf an alle Haushalte senden zu wollen. Dass der Verdacht bestehe, die Initiatoren könnten dem rechtsgerichteten Spektrum zuzuordnen sein, ist laut einem Experten nicht auszuschließen. Sie bezeichnen sich jedoch als Demokraten. Es gelte, bei den kommenden Wahlen „einer dunkelroten SP-Herrschaft in Braunau ein Ende“ zu bereiten. Die Organisatoren der Kundgebung vom 19. April sprechen von Hetze gegen Bürgermeister Skiba. „Ich fordere die Hintermänner dieser dubiosen Initiative auf, sich mit Namen und Adresse erkenntlich zu machen“, so Stefan Klingersberger von der Kommunistischen Jugend Braunau. Skiba: „Die Veranstaltung richtete sich gegen Faschismus und Nationalsozialismus – und sprach sich für Frieden aus. Deswegen wurde sie unterstützt und mitgetragen.“

OÖNachrichten
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