Für behutsamen Umgang mit schwierigem Erbe

Hitler-Geburtshaus: GPA-djp-Jugend strikt gegen Nutzung als privates Wohnhaus

Der Bundesjugendvorsitzende der GPA-djp Florian Hohenauer wendet sich strikt gegen die von lokalen VP-Politikern geplante Nutzung des Hitler-Geburtshauses in Braunau als privates Mietobjekt. „Von Politikern ist mehr zu erwarten als ein billiges Zudecken jeder historischen Verantwortung“, erklärt Hohenauer.

Der Braunauer Bezirkshauptmann Georg Wojak hatte erst kürzlich erklärt, Hitler hätte in Braunau bloß seine Windeln gefüllt und nicht die Schlachtfelder mit Toten. Es gebe keinen Grund, eine Gedenkstätte einzurichten. „Solche Worte richten sich eigentlich selbst und sind eine Politikers unwürdig“, so Hohenauer.

„Es geht ja nicht darum, der Stadt Braunau und ihren Einwohnern die Verantwortung für die Nazi-Gräuel aufzubürden. Es geht aber darum, all jenen, die leider immer noch und insbesondere in der Stadt Braunau unterwegs sind und den Geburtstag Hitlers als einen Feiertag sehen ein deutliches Zeichen entgegen zu setzen: Ihr seid hier nicht erwünscht und wenn es hier etwas zu gedenken gibt, dann ist es das Andenken an die Millionen Opfer dieser verbrecherischen Bewegung“, sagt Hohenauer.

Die GPA-djp Jugend setzt für die Einrichtung einer historischen Gedenkstätte für die Nazi-Opfer im Hitler-Geburtshaus ein. Sie ist aber auch Teil des Bündnis „Braunau gegen Rechts“ und beteiligt sich an den jährlichen Kundgebungen.

ÖGB
http://www.oegb.at/

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