Ort der Begegnung statt „Hitler-Haus“

Salzburger Vorstadt 15. Hinter dieser Adresse verbirgt sich das Geburtshaus Adolf Hitlers in Braunau. Nachdem nun die „Lebenshilfe“ als derzeitiger Mieter ausziehen will, planen Stadt und Wissenschaftler eine Begegnungsstätte. Dort sollen unter anderem die Verbrechen der NS-Zeit aufgezeigt werden. Ein Konzept liegt bereits vor.

Das Geburtshaus Adolf Hitlers ("Gasthof des Josef Pommer") 1939: Er selbst lebte dort nur drei Jahre lang
Das Geburtshaus Adolf Hitlers („Gasthof des Josef Pommer“) 1939: Er selbst lebte dort nur drei Jahre lang

Das Haus ist derzeit noch in Besitz einer Privatperson, die bisher einen Verkauf abgelehnt hat. Nach dem Auszug der Behindertenwerkstatt liegt eine Nutzung als öffentliche Einrichtung nahe. Braunaus Bürgermeister Gerhard Skiba (SPÖ) will jedoch kein Museum, sondern eine Begegnungsstätte. Sonst bestehe Gefahr, dass es als „Hitler-Museum“ bezeichnet wird. Die Bestrebungen gehen nun dahin, dass das Innenministerium das am freien Markt kaum veräußerbare Haus erwirbt. Die Behörde verwaltet bereits mehrere NS-Relikte wie zum Beispiel das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen.

Das Gebäude heute: Nachmieter? Fehlanzeige. Die Republik soll das Haus kaufen
Das Gebäude heute: Nachmieter? Fehlanzeige. Die Republik soll das Haus kaufen

Historiker Florian Kotanko und Politikwissenschaftler Andreas Maislinger wollen im Haus NS-Zeit, aktuelle Sozialprojekte und Zukunftsforschungen darstellen.

Heute
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