Tempo, bitte!

5000 Euro Miete pro Monat sind kein Pappenstiel

Natürlich sind fast 5000 Euro Miete pro Monat aus dem Steuertopf für ein völlig ungenutztes Objekt kein Pappenstiel. Allerdings ist das Hitler-Haus ein Sonderfall. Es kann nicht wie ein x-beliebiges Objekt behandelt werden, es müssen aus gutem Grund andere Richtlinien angewendet werden.

Was wäre denn, wenn das Innenministerium nicht mehr der Mieter und verlässliche Zahler wäre? Die Eigentümerin würde sich unweigerlich um Ersatz umschauen oder das Hitler-Haus überhaupt verkaufen. Womöglich, ohne es zu ahnen, an jemanden, der die Nazi-Philosophie verherrlicht. Das wäre nicht nur nicht im Sinne der Braunauer, es wäre eine Katastrophe. Beim jetzigen Mieter besteht diesbezüglich kein Grund zur Beunruhigung. Und es ist auch gut, dass gemeinsam mit der Stadtgemeinde versucht wird, eine neue zukunftsweisende Nutzung für das mit dem schweren Erbe belasteten Hauses zu finden. Dass das nicht von heute auf morgen geht, versteht jeder vernünftige Mensch. Zu lange hinausgezögert sollte jedoch auch nichts werden. Ein klein wenig mehr Tempo könnte man dem Steuerzahler zuliebe schon zulegen.

Max Hofer
Oberösterreichische Nachrichten
http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/kommentar/Kommentar;art13612,961286

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